Wann besteht ein Sonderkündigungsrecht?

Ein Sonderkündigungsrecht besteht, wenn Ihre Krankenkasse erstmalig einen Zusatzbeitrag erhöht (verändert) oder dieser den durchschnittlichen Zusatzbeitragssatz der gesetzlichen Krankenkassen überschreitet (2020 1,1 Prozent).

Die derzeitige Krankenkasse muss Sie im Vormonat schriftlich informieren. Sie können dann das Sonderkündigungsrecht bis zum Ende des Folgemonats ausüben. Dabei ist eine zweimonatige Kündigungsfrist einzuhalten.

Die 18-monatige Bindungsfrist sowie die Mindestbindefrist für Wahltarife* entfällt.

Beispiel A:

Gründe zum Eintreten des Sonderkündigungsrechts Ab dem Datum  
Erhöhung (Veränderung) des Zusatzbeitrages ab 01.01.2020  
Hinweispflicht der Krankenkasse spätestens am 31.12.2019  
Frist zur Ausübung des Sonderkündigungsrechts bis 31.01.2020  
Eingang der Kündigung bei der bisherigen Krankenkasse 15.01.2020  
Ihre Mitgliedschaft endet am 31.03.2020  
Die Mitgliedschaft bei der BKK Freudenberg beginnt am 01.04.2020  

Sind Sie von Ihrer derzeitige Krankenkasse nicht fristgerecht informiert worden, gilt Ihre Kündigung in dem Monat erklärt, ab dem erstmalig ein Zusatzbeitrag erhöht wird oder dieser den durchschnittlichen Zusatzbeitragssatz der gesetzlichen Krankenkassen überschritten hat (2020 1,1 Prozent).

Beispiel B:

Gründe zum Eintreten des Sonderkündigungsrechts Ab dem Datum  
Erhöhung (Veränderung) des Zusatzbeitrages ab 01.01.2020  
Hinweispflicht der Krankenkasse spätestens am 31.12.2019  
Verspäteter Hinweis der Krankenkasse am 15.01.2020  
Frist zur Ausübung des Sonderkündigungsrechts bis 15.02.2020  
Eingang der Kündigung bei der bisherigen Krankenkasse 05.02.2020  
Ihre Mitgliedschaft endet am 31.03.2020  
Die Mitgliedschaft bei der BKK Freudenberg beginnt am 01.04.2020  

*Hinweis: Haben Sie einen Wahltarif Krankengeld bei Ihrer bisherigen Krankenkasse abgeschlossen, gilt das Sonderkündigungsrecht nicht.

Ihre Ansprechpartner

Linda Arnold

Nadine Scheuermann

Nils Schumacher