Sozialwahl 2017

Nach der Europa- und der Bundestagswahl ist die Sozialwahl die drittgrößte Wahl in Deutschland. Die soziale Sicherung der Bürger ist nach dem Grundgesetz eine der wichtigsten Aufgaben des Staates. Wenn er trotzdem diese Versicherungen nicht selbst durchführt sondern nur die Rahmen­bedingungen vorgibt, so hat das gute Gründe:

Die unmittelbar Betroffenen – sie bringen auch die Beiträge auf – sollen die Versicherung in eigener Verantwortung durchführen und zwar in Form einer Körperschaft des öffentlichen Rechts mit Selbstverwaltung. Das bedeutet eine nicht zu unter­schätzende Unabhängigkeit von der Politik und zugleich eine besondere Nähe zu den Menschen.

Friedenswahl

Alle sechs Jahre finden die Sozialwahlen statt. Die vorschlagsberechtigten Sozialpartner – Organisationen auf Seiten der Arbeitgeber und der Versicherten – erstellten Listen mit den Kandidaten für die Selbstverwaltungsorgane.

Auf Seiten der Arbeitgeber wurde eine freie Liste eingereicht. Auf Seiten der Versicherten reichte die IG BCE eine Liste ein. Dabei verständigten sich die Sozialpartner auf genauso viele Kandidaten, wie gewählt werden können. Deshalb fanden bei der BKK Freudenberg keine aktiven Wahlhandlungen statt – ein bei Sozialwahlen übliches Verfahren, das Friedenswahl genannt wird. Um das zu erreichen, musste zuvor in den einzelnen Gremien demokratisch um die besten Kandidaten gerungen werden.

Der ehrenamtliche Verwaltungsrat der BKK Freudenberg setzt sich aus jeweils sechs Vertretern der Versicherten sowie der Arbeitgeber zusammen. Mit Ablauf des Wahltermines am 31. Mai 2017 galten die Kandidaten auf den Vorschlagslisten als gewählt.