Wann besteht ein Sonderkündigungsrecht?

Ein Sonderkündigungsrecht besteht, wenn Ihre Krankenkasse erstmalig einen Zusatzbeitrag erhöht (verändert) oder dieser den durchschnittlichen Zusatzbeitragssatz der gesetzlichen Krankenkassen überschreitet (2019 0,9 Prozent).

Die derzeitige Krankenkasse muss Sie im Vormonat schriftlich informieren. Sie können dann das Sonderkündigungsrecht bis zum Ende des Folgemonats ausüben. Dabei ist eine zweimonatige Kündigungsfrist einzuhalten.

Die 18-monatige Bindungsfrist sowie die Mindestbindefrist für Wahltarife* entfällt.

Beispiel A:

Gründe zum Eintreten des SonderkündigungsrechtsAb dem Datum
Erhöhung (Veränderung) des Zusatzbeitrages ab 01.01.2019
Hinweispflicht der Krankenkasse spätestens am31.12.2018
Frist zur Ausübung des Sonderkündigungsrechts bis31.01.2019
Eingang der Kündigung bei der bisherigen Krankenkasse15.01.2019
Ihre Mitgliedschaft endet am 31.03.2019
Die Mitgliedschaft bei der BKK Freudenberg beginnt am01.04.2019

Sind Sie von Ihrer derzeitige Krankenkasse nicht fristgerecht informiert worden, gilt Ihre Kündigung in dem Monat erklärt, ab dem erstmalig ein Zusatzbeitrag erhöht wird oder dieser den durchschnittlichen Zusatzbeitragssatz der gesetzlichen Krankenkassen überschritten hat (2019 0,9 Prozent).

Beispiel B:

Gründe zum Eintreten des SonderkündigungsrechtsAb dem Datum
Erhöhung (Veränderung) des Zusatzbeitrages ab 01.01.2019
Hinweispflicht der Krankenkasse spätestens am31.12.2018
Verspäteter Hinweis der Krankenkasse am15.01.2019
Frist zur Ausübung des Sonderkündigungsrechts bis15.02.2019
Eingang der Kündigung bei der bisherigen Krankenkasse05.02.2019
Ihre Mitgliedschaft endet am 31.03.2019
Die Mitgliedschaft bei der BKK Freudenberg beginnt am 01.04.2019

*Hinweis: Haben Sie einen Wahltarif Krankengeld bei Ihrer bisherigen Krankenkasse abgeschlossen, gilt das Sonderkündigungsrecht nicht.

Ihr Ansprechpartner

Carolin Laubscher

Tel.: 06201 80-4412
Fax: 06201 88-4412
claubscher(at)bkk-freudenberg.de