Wann besteht ein Sonderkündigungsrecht?

Wann besteht ein Sonderkündigungsrecht?

Ein Sonderkündigungsrecht besteht, wenn Ihre Krankenkasse erstmalig einen Zusatzbeitrag erhöht (verändert) oder dieser den durchschnittlichen Zusatzbeitragssatz der gesetzlichen Krankenkassen überschreitet (2017 1,1 Prozent).

Die derzeitige Krankenkasse muss Sie im Vormonat schriftlich informieren. Sie können dann das Sonderkündigungsrecht bis zum Ende des Folgemonats ausüben. Dabei ist eine zweimonatige Kündigungsfrist einzuhalten.

Die 18-monatige Bindungsfrist sowie die Mindestbindefrist für Wahltarife* entfällt.

Beispiel A:

Gründe zum Eintreten des Sonderkündigungsrechts Ab dem Datum
Erhöhung (Veränderung) des Zusatzbeitrages ab 01.01.2017
Hinweispflicht der Krankenkasse spätestens am 31.12.2016
Frist zur Ausübung des Sonderkündigungsrechts bis 31.01.2017
Eingang der Kündigung bei der bisherigen Krankenkasse 15.01.2017
Ihre Mitgliedschaft endet am 31.03.2017
Die Mitgliedschaft bei der BKK Freudenberg beginnt am 01.04.2017

Sind Sie von Ihrer derzeitige Krankenkasse nicht fristgerecht informiert worden, gilt Ihre Kündigung in dem Monat erklärt, ab dem erstmalig ein Zusatzbeitrag erhöht wird oder dieser den durchschnittlichen Zusatzbeitragssatz der gesetzlichen Krankenkassen überschritten hat (2017 1,1 Prozent).

Beispiel B:

Gründe zum Eintreten des Sonderkündigungsrechts Ab dem Datum
Erhöhung (Veränderung) des Zusatzbeitrages ab 01.01.2017
Hinweispflicht der Krankenkasse spätestens am 31.12.2016
Verspäteter Hinweis der Krankenkasse am 15.01.2017
Frist zur Ausübung des Sonderkündigungsrechts bis 15.02.2017
Eingang der Kündigung bei der bisherigen Krankenkasse 05.02.2017
Ihre Mitgliedschaft endet am 31.03.2017
Die Mitgliedschaft bei der BKK Freudenberg beginnt am 01.04.2017

*Hinweis: Haben Sie einen Wahltarif Krankengeld bei Ihrer bisherigen Krankenkasse abgeschlossen, gilt das Sonderkündigungsrecht nicht.

Ihr Ansprechpartner

Carolin Laubscher

Tel.: 06201 80-4412

Fax: 06201 88-4412

E-Mail senden