von Nabelschnurblut bei VITA 34
Lebensretter aus der Nabelschnur
Heute kann Jan wieder lachen. Dank der Stammzellen aus Nabelschnurblut seines Bruders hat er seine lebensbedrohliche Krankheit überwunden. Die BKK Freudenberg startete Anfang März eine Kooperation mit VITA 34 und unterstützt damit diese innovative Vorsorge.
„Arne hat mir sein Blut gegeben, jetzt bin ich wieder gesund.“ Für den achtjährigen Jan Hömme aus Fürstenau in der Nähe von Osnabrück ist die Geschichte schnell erzählt. Dabei waren es Jahre des Hoffens und Bangens für seine Eltern. Jan war mit drei Jahren an aplastischer Anämie erkrankt, einer sehr seltenen Blutkrankheit. Die Folgen: Sein Immunsystem funktionierte nicht mehr, jede kleine Infektion machte ihm schwer zu schaffen. „Jan, der viel lieber mit seinen Freunden gespielt hätte, musste oft zu Hause isoliert werden“, erinnert sich seine Mutter.
Nabelschnurblut statt Knochenmark
Als selbst Spezialmedikamente Jan nicht mehr helfen konnten, stand fest: Er braucht eine Stammzellspende. Stammzellen sind natürliche Alleskönner. Aus dem Knochenmark oder auch dem Nabelschnurblut gewonnen, helfen sie uns dabei, gesund zu bleiben und Verletzungen zu regenerieren. Bei Jan sollten sie ein komplett neues Immunsystem aufbauen. Die Suche nach einem passenden Knochenmarkspender blieb jedoch erfolglos.
So entschieden sich die Hömmes für die Einlagerung des Nabelschnurbluts von Sohn Arne, der im Februar 2005 zur Welt kam, bei der Nabelschnurblut-Bank VITA 34 in Leipzig. Hier wird das kostbare Gut kostenfrei eingelagert, wenn es einem erkrankten Geschwisterkind helfen könnte. Nabelschnurblut ist übrigens reich an sehr jungen und besonders entwicklungs-fähigen Stammzellen. Sie zu gewinnen, geht nur bei der Geburt - für Mutter und Kind übrigens völlig risikofrei und ethisch absolut unbedenklich. Bei fast minus 200 Grad Celsius in riesigen teils mit flüssigem Stickstoff gefüllten Edelstahltanks sicher gelagert, ist Nabelschnurblut dann über Jahrzehnte haltbar.
Perfekter Spender
Mit einer Wahrscheinlichkeit von 25 Prozent stimmen die Gewebemerkmale von Geschwistern überein – eine wichtige Voraussetzung für eine erfolgreiche Transplantation von Stammzellen. Kurz nach Arnes Geburt stand fest: er ist Jans genetischer Zwilling und damit der perfekte Spender. Die behandelnden Ärzte in Hannover forderten daraufhin Arnes Nabelschnurblut im September 2005 als Transplantat an. Untersuchungen im Labor von VITA 34 zeigten, dass die Stammzellen die Kältelagerung mit einer sehr hohen Qualität überstanden hatten. Am Morgen des 26. September brachte Laborleiter Dr. Dietmar Egger persönlich die kostbare Fracht in einem speziellen Transportbehälter ins Transplantationszentrum, wo sie gleich nach der Ankunft zusammen mit einer kleinen Menge Knochenmarksflüssigkeit transplantiert wurde. „Jan hat das Nabelschnurblut gut vertragen“, so Arzt Dr. Eberhard Lampeter, Vorstandschef der Nabelschnurblutbank VITA 34. „Bereits nach wenigen Wochen erreichten die Blutwerte wieder normale Werte, so dass der Junge das Krankenhaus verlassen konnte.“
Heute lebt Jan mit dem Immunsystem seines Bruders Arne und ist völlig gesund. Mutter Annette Hömme ist überglücklich: „Dank der Transplantation kann Jan wieder ziemlich alles machen, was andere Kinder in seinem Alter auch tun. Heute wissen wir, dass seine Erkrankung schon früher hätte behandelt werden können, wenn sein eigenes Nabelschnurblut verfügbar gewesen wäre.“
Vielfältige Anwendungsgebiete
Wie bei Jan Hömme wurden Stammzellen aus Nabelschnurblut weltweit bereits etwa 7.000 mal zur Behandlung schwerwiegender Erkrankungen eingesetzt – Tendenz steigend. Eine Therapie mit eigenen Stammzellen wird heute schon bei jugendlichem Diabetes und bestimmten Krebserkrankungen, nach einer Chemotherapie oder bei Störungen der Blutbildung eingesetzt. Der Einsatz fremder Stammzellen ist insbesondere bei Leukämien erfolgreich. Und die Forschung verspricht für die kommenden Jahre noch viele weitere Anwendungsgebiete wie beispielsweise bei Multipler Sklerose, Diabetes sowie Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Auch für die regenerative Medizin ist Nabelschnurblut äußerst interessant, da sich aus den darin enthaltenen Stammzellen unter anderem Blutgefäße, Nerven und Muskeln entwickeln können. In Studien wurden so bereits mitwachsende Herzklappen hergestellt – gerade für herzkranke Kinder eine Riesenchance.
Rabatte für Kunden der BKK Freudenberg
Aktuell entscheiden sich trotz dieser Möglichkeiten nur etwa zwei von hundert Frauen bei der Geburt ihres Kindes dazu, das Nabelschnurblut ihres Neugeborenen aufbewahren zu lassen. Dabei ist es viel zu schade zum Wegwerfen. Die BKK Freudenberg unterstützt daher die Nabelschnurbluteinlagerung und ermöglicht ihren Mitgliedern seit Anfang März in Kooperation mit dem deutschen Marktführer VITA 34 einen Preisvorteil in Höhe von 200 Euro für die Einlagerung des Nabelschnurbluts.
Bei VITA 34 in Leipzig haben werdende Eltern seit 1997 die Möglichkeit, das Nabelschnurblut ihrer neugeborenen Kinder einzulagern. Heute bewahrt der Marktführer im deutschsprachigen Raum etwa 47.000 Präparate auf. Die Kosten für eine Einlagerung belaufen sich derzeit auf 1.990 Euro. Hinzu kommt eine Jahresgebühr von 30 Euro ab dem 1. Geburtstag. Damit ist u.a. eine 50 Jahre reichende Insolvenzversicherung für das Nabelschnurblut verbunden. Seit Anfang 2008 bietet VITA 34 mit dem Programm „VITAplusSpende“ in Kooperation mit dem NKR - Initiative Leben spenden Deutschland, einem Stammzell-Spenderregister mit Sitz in Hannover, zusätzlich die Möglichkeit, das Nabelschnurblut bei Bedarf für schwer erkrankte Menschen zu spenden. Die Entnahme von Nabelschnurblut ist über VITA 34 in fast allen deutschen Geburtseinrichtungen möglich.
Mehr Informationen unter www.vita34.de oder unter der gebührenfreien Beratungshotline 0800 / 034 00 00
